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Leben mit Behinderung

Die Bewohner der CBT-Wohnhäuser Villa Gauhe sind Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Eitorf, in diesem Umfeld, in dieser Stadt fühlen sie sich heimisch. Wir verstehen es als unsere Aufgabe, die Begleitung der Persönlichkeitsentwicklung jedes Einzelnen anzupassen und ein selbstbestimmtes und selbständiges Leben und Wohnen zu fördern.

Menschen mit Behinderungen suchen Begleiter, die Entscheidungsprozesse soweit wie möglich bei ihnen lassen, sie unterstützen, Alternativen aufzeigen und Handlungskonsequenzen sichtbar machen. 

So werden das Selbstwertgefühl und die Kompetenz der Bewohner gestärkt, Ziele gemeinsam erarbeitet und umgesetzt. Erwachsene Menschen mit einer geistigen Behinderung haben die gleichen Bedürfnisse wie alle Menschen, daher sind für sie normale Lebensbedingungen zu schaffen. Das bedeutet: ein normaler Alltag, ein Zuhause, Gemeinschaft mit anderen, Anerkennung und Freundschaft, Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, Bildung und Lernen, Selbständigkeit und Mitbestimmung.

Der Wohnverbund der Wohnhäuser Villa Gauhe umfasst insgesamt 50 Wohnangebote, die sich in der Stadt Eitorf auf folgende Orte verteilen:

  • das denkmalgeschützte Wohnhaus in der Parkstraße 11
  • das barrierefreie Wohnhaus Parkstraße 9
  • zwei Häuser im Lärchenweg mit jeweils vier Wohnangeboten
  • Wohngemeinschaft in der Schoellerstraße 12

Wohnen in Wohngruppen
Die Bewohner in der CBT-Wohnhäusern Villa Gauhe wurden von Beginn an mit dem Prinzip der Normalität und Selbständigkeit konfrontiert. In kleinen autarken Wohngruppen von 5 bis 7 Personen der Parkstraße 9 organisieren alle gemeinsam die Haushaltsführung. Neben der Berufstätigkeit in den Werkstätten für Behinderte übernimmt jeder Bewohner tägliche Pflichten entsprechend seiner Ressourcen. Gegenseitige Unterstützung und fördernde Assistenz durch die Mitarbeiter gehören zu wesentlichen Bestandteilen des Begleitungskonzeptes.
Menschen mit einem höheren Pflegebedarf sowie ältere Menschen mit einer Mehrfachbehinderung, werden in den barrierefreien Wohngruppen in der Parkstraße 11 begleitet. Hoch qualifizierte Mitarbeitende sind rund um die Uhr für die Bewohner da.

Wohnen mit Assistenz (Betreutes Wohnen)
Unter dem Konzept des Wohnen mit Assistenz (Betreutes Wohnen) verstehen wir die Begleitung und passgenaue Assistenz in der Wohngemeinschaft Schoellerstraße 12. Anerkannte Fachkräfte der Villa Gauhe assistieren den Bewohnern nach ihrem persönlichen Bedarf. Individuelle Hilfepläne stellen die Basis für Art, Umfang und Dauer der Assistenz dar.

Wohnen in den Wohnhäusern Lärchenweg
Diese Wohnform ist ideal für Bewohner, die im Lauf der Zeit weitgehende Selbständigkeit erlangt haben.
Integriert in die Nachbarschaft findet hier gelebte Teilhabe statt. In einem Doppelhaus in einer freundlichen Wohngegend mit guten nachbarschaftlichen Beziehungen finden die Bewohner hier ein neues Zuhause. Eine Unterstützung von mehreren Mitarbeitern erfolgt auch in dieser Wohnform.

Vorübergehendes Wohnen
Im Wohnhaus Parkstraße 11 bietet die CBT „Vorübergehendes Wohnen“ an. Neben der Unterstützung und Entlastung von Familien kann dieses Angebot gleichzeitig auch als Probewohnen genutzt werden.
Während des vorübergehenden Aufenthaltes entdecken Menschen mit geistiger Behinderung ihre Ressourcen und Kompetenzen. So kann die Ablösung von der Familie auch für einen späteren dauerhaften Einzug vorbereitend wirken.Die Kosten für dieses Angebot werden im Rahmen der Eingliederungshilfe von den überörtlichen Trägern der Sozialhilfe und teilweise als Verhinderungspflege von der Pflegekasse übernommen. 

Die Bewohnerinnen und Bewohner der Wohnhäuser Villa Gauhe sind Bürger der Gemeinde Eitorf und nehmen aktiv am gesellschaftlichen Leben teil.

Für jeden Menschen ist die Teilhabe und Inklusion am gesellschaftlichen Leben und das Erleben integriert zu sein von elementarer Bedeutung. Inklusion ist dann erreicht, wenn Menschen mit Behinderung die gleichen Wahlmöglichkeiten in allen Lebensbereichen entsprechend ihren Wünschen und Möglichkeiten erhalten wie Menschen ohne Behinderung. Normalisierung und Inklusion bedürfen der gesellschaftlichen Akzeptanz und des Angenommenseins in allen Facetten, die Menschen mit Behinderung zeigen können.

Die Teilnahme an Festen und Feiern im Stadtteil, Mitwirkung in Vereinen und Gruppierungen vor Ort, das Einfordern von wohnortnahen und barrierefreier Infrastruktur, gehören für Bewohner und andere Bürgerinnen und Bürger von Eitorf zum Selbstverständnis des Miteinanders von Menschen mit und ohne Behinderung.

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